Speisen & Getränke

Mahlzeiten

Das Frühstück ist in Frankreich bekanntermaßen recht einfach. Ein Gegenteil dazu ist das Mittag- oder Abendessen.
Die Franzosen legen Wert auf eine abwechslungsreiche und gut aufeinander abgestimmte Speisenfolge, dazu trinkt man auch die passenden Weine.
Hast mag man nicht, weder beim Servieren noch beim Essen, wofür man schon mal 2 Stunden und auch mehr einrechnen sollte.

Restaurants

Fast alle Restaurants bieten neben den einzelnen Gerichten auch Menüs, die man meiner Meinung nach bevorzugen sollte (nicht nur, weil sie preiswerter sind). Man beginnt mit einer kalten oder warmen Vorspeise, wozu zum Beispiel Salate, Pasteten sowie auch gratinierte Muscheln und gebackener Ziegenkäse auf Salat (sehr zu empfehlen!!!) gehören. Darauf folgt die Hauptspeise. In der Bretagne findet man unter den Hauptspeisen fast immer eine Meeresfrüchteplatte, die reichlich mit Schnecken, Muscheln, Langustinen und je einer Seespinne oder Hummer belegt sind. Ansonsten finden sich auch Steaks, Filets oder Braten auf der Karte.   Dann werden Käse, Obst, ein Dessert und Kaffee gereicht. Zum Essen wird immer geschnittenes Baguette und dazu auch salzige ||Butter|| gereicht.

Crêperien

Crêperien sind die bretonischten unter den Restaurants in der Bretagne. Hier werden die herzhaften Galette (Crêpes aus Buchweizenmehl) und die süßen Crêpes serviert. Auch hier ist wieder die Auswahl eines Menüs ratsam, dass meistens  aus 2 oder 3 unterschiedlichen Crêpes besteht.

Das Menu ouvrier

In den ländlichen Gegenden findet man Restaurants und Bars, die ein günstiges und gutes Mittagsmenü anbieten. Um Punkt 12 Uhr versammeln sich Straßenbauer, Maurer und Gemeindearbeitern, meist in einem abgetrennten Saal,  zur Ihrer Mittagspause. Es gibt immer stilles Wasser und Wein (jeweils in Literflaschen), man kann aber auch andere Getränke bestellen. Obligatorisch ist das geschnittene Baguette mit salziger Butter. Zur Vorspeise gibt es entweder eine Suppe oder Pastete oder man kann von einem Vorspeisenbuffet wählen.   Es folgt die Hauptspeise die z.B. aus Steak, Braten  oder Auflauf mit den entsprechenden Beilagen bestehen kann. Eine Käseplatte wird (von der Bedinung) von Tisch zu Tisch gereicht, ebenso wird mit einer Dessertplatte verfahren auf der kleine Puddings, Joghurts, Eis oder/und Obst zu finden sind. Die Portionen sind so ausgelegt, dass körperlich arbeitende Menschen mit der entsprechenden Energie versorgt sind :-).

Günstig essen kann man auch in den Restaurants der großen Kaufhäuser und in Cafés und Brasserien. Ungewohnt für viele dürften die oft noch roh/blutig servierten Steaks und Hacksteaks sein.

Meresfrüchte, Krustentiere, Fische

geöffnete AusterMuscheln, Krustentiere und Fische sind in der Bretagne von bester Qualität. Langusten, gefüllte oder gebackene Venusmuscheln, Jakobsmuscheln, Garnelen, Krebse und Austern sollte man unbedingt mal probieren. Die Austern werden meistens roh gegessen oder besser geschlürft. Bis man eine Auster mit dem Austernmesser fachgerecht öffnen kann, braucht es schon ein wenig Übung. Auf jeden Fall sollte man die Hand, mit der man die Auster hält, mit einem Handtuch schützen. Man kann bei den Austern zwischen der gemeinen Auster, den huître plate, und den großen huître creuse unterscheiden.
Hummer wird gegrillt, in Sahnesoße oder in einer sämigen, scharf gewürzten Soße serviert (à l’armoricaine oder à l’américaine).Probieren sollte man auch die bretonische Fischsuppe Cotriade. Eine Spezialität aus Nantes sind die ||Glasaal||e. Mit viererlei Fisch wird das Meeressauerkraut, das man seit einiger Zeit auf bret. Speisekarten findet, gereicht.

Fleisch

Die Salzweiden an der Küste der Bretagne geben dem Fleisch der dort weidenden Tiere ein besonders würziges Fleisch. Eines der beliebtesten Gerichte ist Lammkeule mit weißen Bohnen. Die Enten aus Nantes und die Hühnchen aus der Gegend von Rennes sind ebenso bekannt. Geschätzt wird auch der Schinken aus Morlaix; Speck, Blutwurst und geräucherte ||Kaldaunenwurst|| aus Guéméné-sur-Scroff und die ||Kaldaunenwurst|| (andouillette) aus Quimperlé.

Gemüse wie Kartoffeln, Artischocken, Blumenkohl und Erbsen sind besonders delikat, wenn sie aus der Gegend des goldenen Gürtels kommen. Dieser erstreckt sich an der Küste von St.-Malo bis zur Loiremündung. Hier findet man Lößboden, auf denen Gemüse besonders gut gedeiht. Ein Teil der Produktion wird in Konservenfabriken verarbeitet und nach England und Deutschland exportiert und der Rest wird in die Märkte geschickt; besonders in den Großraum Paris.

 

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