medizinische Versorgung

2010.05.29.160438 Pharmacie Boucherie Rue Sainte Odile Obernai FR
Wie man unter „Die Macher“ lesen kann, war ich häufiger mit Jugendlichen in der Bretagne. In so einem Ferienlager mit über 40 Personen wird auch  mal jemand krank. Wir hatten sehr gute Verbindungen zu einem niedergelassen Arzt im Nachbarort, der sich um alles vom Schnupfen bis zum heftigen Sonnenbrand gekümmert hat. Für alles aufwendigere sind wie ins nächst größere Krankenhaus (in Quimperlé) gefahren. Ich selbst war häufiger beim erwähnten Arzt, bei einem Zahnarzt und auch für eine kleinere OP im Krankenhaus und kann sagen, die medizinische Versorgung ist in der Bretagne mindestens genauso gut wie bei uns hier auf dem Lande.

Notrufnummern

  • Feuerwehr (Pompiers): 18
  • Polizei: 17
  • Rettungsdienst (SAMU): 15
  • SOS Médecins (Ärzte rund um die Uhr) 0147 077 777
  • Seenotrettung: 1616
  • Notruf vom Handy: 112
    (Vom Handy die Vorwahl für Frankreich nicht vergessen, 0033 + Notrufnummer. )

 

Ärzte

Die Adresse des nächsten (Fach) Arztes findet man in den gelben Seiten. In den Ferienhäusern in denen wir bisher  waren, haben die Vermieter in Ihren Info-Mappen auch immer die Adressen der wichtigsten und nächstgelegenen Ärzte aufgeführt.

Anders als bei uns, reicht die Gesundheitskarte alleine nicht aus, man muss beim Arzt direkt bezahlen (Bargeld, Check, Kreditkarte (die deutsche EC Karte funktioniert in den meisten Fällen nicht)). Man bekommt aber auf jeden Fall eine Rechnung/Quittung und, wenn nötig, auch ein Rezept für die notwendigen Medikamente.

Alle Arzt Rechnungen sowie die Rechnungen für die Medikamente muss man aufbewahren und kann diese nach dem Urlaub bei der eigenen Krankenkasse zur Erstattung einreichen. Hier ein Merkblatt der deutschen Krankenversicherungen zu den Leistungen beim Frankreich-Urlaub. 

Die meisten Ärzte sprechen sehr gut Englisch. 

Apotheken

Apotheken – Pharmacie-  erkennt man in Frankreich an einem grünen Kreuz (siehe Bild oben). Die Öffnungszeiten entsprechen den normalen Ladenöffnungszeiten also 9:00 Uhr bis etwa 19:00 Uhr. Zusätzlich gibt es auch Apotheken mit Nacht/Feiertags/Notdienst, die an den Eingängen aller Apotheken bekannt gegeben werden. 

Wie in Deutschland auch, sind einige Medikamente Rezeptpflichtig, so dass man vorher auf jeden Fall zum Arzt muss. 

 

Krankenhaus

Die Krankenhäuser sind in der Regel gut ausgeschildert und vor allem in den größeren Städten zu finden. Die größeren haben sehr gut ausgebaute Notaufnahmen und Ambulanzen. Die Krankenhäuser in Brest und Rennes sind auch an die dort befindlichen Universitäten angeschlossen. Ärzte und Pflegepersonal sprechen sehr gut Englisch und in der Urlaubszeit sind häufig zusätzliche Pflegekräfte im Einsatz die auch Deutsch können.

Die Abrechnung erfolgt wie bei den Ärzten in Bar/Check häufig wird in den Krankenhäusern aber auch die Europäische Gesundheitskarte akzeptiert. So wurde mein oben erwähnter Krankenhausaufenthalt vom Centre Hospitalier Quimperlé nach Vorlage meiner Gesundheitskarte direkt und ohne Probleme mit der TK abgerechnet.