Tag 1: Langenberg – Brügge

Morgens um 10:00 Uhr fuhren wir endlich los in Richtung Urlaub in der Bretagne. Als ersten Zwischenstopp hatten wir uns Brügge in Belgien ausgesucht. Nach 4,5 Stunden erreichten wir das noch recht neue Etap-Hotel am Brügger Bahnhof. Direkt vor dem Hotel liegt ein öffentliches Parkdeck auf dem man für 2,50 € 24 Stunden sein Auto abstellen kann. Das Parkticket berechtigt zur Nutzung eines Shuttle-Busses in die Innenstadt. Wie uns der hilfsbereite Hotelmitarbeiter aber beim Check-In erklärte, ist man zu Fuß genauso schnell in der Innenstadt. Nach dem beziehen unseres Zimmers machten wir uns dann auf den Weg Richtung historische Altstadt.

Als ein Muss für einen Besuch in Brügge wurde uns vorher eine kommentierte Bootsfahrt auf den Grachten empfohlen. Also suchten wir als Erstes den nächsten Bootsanleger. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass den Tipp wohl mehrere bekommen haben und wir stellten uns hinten an. 6,90€ pro Person kostet die halbstündige Fahrt. Beim Einsteigen ins Boot fragte der Bootsführer alle Mitfahrer nach Ihrer Sprache. Während der Rundfahrt ergänzte er dann die vom Tonband abgespielten Erklärungen, so daß die Stadtführung in folgenden Sprachen angeboten wurde: Niederländisch, Französisch, Englisch und Deutsch. 

Nach der Grachtentour machten wir uns dann auf um einige der vom Wasser aus gesehenen Sehenswürdigkeiten näher zu betrachten. 

Liebfrauenkirche
Die Liebfrauenkirche (13. – 15. Jahrhundert) mit ihrem 118m hohen Turn beherbergt ein bedeutendes Kunstwerk, die Madonna mit dem Kind von Michelangelo. Im Chor befinden sich die prachtvollen Grabmäler Maria von Burgunds und ihres Vaters, Karls des Kühnen, als auch einige schön bemalte Tumben, die im Jahre 1979 freigelegt wurden. Weiter sind hier noch verschiedene wertvolle Gemälde und Skulpturen zu bewundern. 

Markt und Belfried
Am Markt herrscht hektisches Treiben. Die Altstadt von Brügge ist zwar autofrei, jedoch halten hier sowohl die Linienbusse, Taxis und auch die Pferdekutschen für die Stadtrundfahrten. Gerade letztere fahren ziemlich zügig durch die Stadt. Das geklapper der Hufe warnt aber rechtzeitig. Am Markt steht auch der Belfried. Er war Symbol der Freiheit einer mittelalterlichen Stadt. Es lohnt sich, den Turm zu besteigen. Die 366 Stufen der Wendeltreppe führen zu der ehemaligen Schatzkammer, die jetzt ein Museum ist, und weiter hinauf bis zum Glockenspiel (47 Glocken mit einem Gesamtgewicht von 27 Tonnen). Von oben genießt man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt und die Umgebung.

Beginenhof
Der 1245 gegründete „Fürstliche Beginenhof Ten Wijngaarde“ wird heute von Benediktinerinnen bewohnt. Es wird jedoch im Museum das Leben der Beginen gezeigt. Interessant sind auch die schief gewachsenen Bäume im Hof. Um 18:30 Uhr schließt das Tor zum Beginenhof.

Minnewater und Pulverturm
Das malerische Minnewater ist ein kanalisierter See. Früher war hier ein geschäftliches Hafenbecken und Anlegeplatz für Treckschuten, die einen regelmäßigen Transportdienst zwischen Brügge und Gent sicherten. Von der Brücke, die ihn überspannt, hat man einen herrlichen Blick über die Stadt. Deshalb, und wegen der idyllischen Umgebung, wurde er einfach „Minnewater“, also „See der Liebe“, genannt. (= Minne ist Niederländisch für Liebe). Hier war es, wo der Fluss Reie in die Stadt floss. Später wurde der Fluss kanalisiert, und der daraus entstandene See für die Wasserversorgung verwendet und dafür, das Wasser der Kanäle auf einem einheitlichen Niveau zu halten. Gleich neben dem See befindet sich der Minnewater-Park in dem regelmäßig Konzerte und Veranstaltungen stattfinden. Der neben der Minnewaterbrücke gelegene Pulverturm wurde als Lager für Munition und anderes Kriegsgerät gebraucht.

Nach einer Stärkung im Restaurant „De Stoepa“, das auf dem Weg lag, gings zurück ins Hotel. 

Im Hotel erhält man neben einem Stadtplan auch eine Rabattkarte. Mit dieser Karte erhält man in vielen Museen und Sehenswürdigkeiten vergünstigte Eintritte. So reduziert sich z.B. auch der Preis für die Grachtentour auf 5,80€

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