Tag 5: Paimpol und Vapeur de Trieux

Paimpol

alter Glockenturm in PaimpolHeute ging es nach dem Frühstück nach Paimpol. Hier wollten wir später am Nachmittag mit dem Vapeur de Trieux, einem alten Dampfzug, fahren. Wir kamen aber zur Mittagszeit in Paimpol an und so hatte die Biletterie am Bahnhof noch geschlossen. Bereits hier bekamen wir aber den Hinweis, dass der Zug in diesem Sommer wegen technischer Probleme nicht von einer Dampflok sondern von einer Diesellok gezogen wird. Wir stellten unser Auto auf dem kostenlosen Parkplatz direkt am Bahnhof ab und gingen zunächst zur Touristeninformation um uns mit einem Stadtplan zu versorgen.
Wir gingen zunächst zum Place de Martray an dem ein paar alte Häuser aus dem 16. Jahrhundert stehen und dann weiter zur Kirche „Notre Dame de Bonne Nouvelle“ die 1986 komplett renoviert wurde. Am Square Thédore Botrel befindet sich ein alter Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert, der der einzige Rest der alten Kirche Paimpols ist. Hier war ein Karusell aufgebaut, das das Fotografieren etwas erschwerte. Anschließend drehten wir noch eine Runde durch den Yachthafen in dem ein Flohmarkt mit alten maritimen Gegenständen stattfand.

„Dampf“-Zug Vapeur de Trieux

Diesellok des historischen Zuges Vapeuer de TrieuxNun war es so weit, dass auch der Fahrkartenschalter am Bahnhof wieder geöffnet hatte. Da wie oben berichtet die Dampflock außer Betrieb war, erhielten wir die vergünstigten Fahrkarten zum Preis von 20,60 € pro Person. Nach einiger Zeit fuhr der Zug dann auch in den Bahnhof ein und wir konnten einsteigen. Als Lock diente eine BB 63832 an der 2 alte belgische Waggons sowie 4 alte deutsche „Donnerbüchsen“ angehängt waren. Mit einiger Verspätung fuhren wir dann los Richtung Pontrieux. Während der Fahrt gab es immer wieder Hinweise und Erklärungen auf Französisch und Englisch.

Traou Nez

Zwischenstop in Traou NezNach ca. einer halben Stunde wurde dann ein Zwischenstopp in Traou Nez eingelegt. An dieser Haltestelle gab es einen kleinen Snack bestehend aus einem Becher Cidre und einem Crêpe die im Preis inbegriffen sind. Der Zwischenstopp wurde von bretonischer Musik untermalt die von einem Dudelsackspieler und einer Bombardespielerin gespielt wurde.
Beim wiedereinsteigen in den Zug fragte eine der Zugbegleiterinnen ob alle so weit OK sei oder ob wir Fragen hätten. Sie merkte schnell, dass wir Deutsche sind und sprach „aufeinmal“ deutsch mit uns. Sie berichtete, dass sie ein Jahr in Deutschland studiert hat, war aber der Meinung , dass sie vieles wieder vergessen hat. Merkte man aber nicht. Interessant war dann auch, dass jetzt zusätzlich zu den französischen und englischen auch deutsche Erklärungen zu dem gab was man vom Zug aus sehen konnte :-).

Pontrieux

Bahnhof von PontrieuxObwohl wir später in Paimpol losgefahren sind, wurde die Abfahrtszeit in Pontrieux unserem Wendepunkt der Zugfahrt nicht nach hinten verschoben. So hatten wir nur 20 Minuten Aufenthalt. Die Zeit reichte nicht mal um bis ins Zentrum von Pontrieux zu gelangen. Diejenigen, die eine Stadtrundfahrt in einer Kutsche dazugebucht hatten, mussten sich auf einem Planwagen zusammendrängen und bei dem Tempo dass die Pferde vorlegten blieb auch nicht viel Zeit für Fotos glaube ich. Wir gingen nur etwas am Trieux auf und ab und stiegen dann wieder in den Zug. Wieder in Paimpol angekommen machten wir uns auch wieder auf den Weg zurück zum Gite in Penvénan.

Lunas Fazit

Heute bin ich das erste Mal Zug gefahren und muss sagen es gefällt mir ungefähr so gut wie Autofahren. Wenigstens konnte ich direkt bei Herrchen und Frauchen sitzen.

 

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