Das Hermelin
Durch diese Sage wurde es zum Nationalsymbol der Bretagne
Conan Mériadec, einer der ersten bretonischen Könige, entdeckte
w ährend eines Ausritts im Schilf eines schlammigen Bachufers ein Hermelin.
Conan, war neugierig, hielt sein Pferd an und beobachtete das kleine Tier mit
dem schneeweißen Pelz. Es ging vorwärts, schreckte zurück, und
versuchte erneut, den Schlamm auf einem dünnem Ast zu überqueren.
"Warum ist dieses anmutige Tier so ängstlich? Und warum flüchtet
es nicht so schnell wie möglich?" fragte er einen Offizier, der ihn
begleitete. "König der Bretonen, das Hermelin ist nicht verwundet,
aber es will ohne Flecken bleiben. Es fürchtet, sein makelloses Kleid beim
Überqueren des Baches zu beschmutzen."
"O Wunder der Reinheit!" rief Mériadec aus. "Die Ehre
gebietet es, daß König Conan es schützt und rettet."
Als ob das Hermelin das Gespräch der beiden Männer verstanden und
die Güte Conans erahnt hätte, lief es auf die Hand, die der König
ihm hinstreckte, und suchte Zuflucht in den Falten des königlichen Mantels.
Conan sagte zu ihm:"Also ziehst Du es vor zu sterben als Dich zu beschmutzen.
Lieber der Tod als ein Makel: Dies sei fortan die Devise der Bretonen; und Du,
das Hermelin, wirst dafür das lebende Symbol sein!" fügte König
Conan hinzu während er es auf sein Schild hob.