Meresfrüchte, Krustentiere, Fische
Muscheln, Krustentiere und Fische sind in der Bretagne von bester Qualität. Langusten, gefüllte oder gebackene Venusmuscheln, Jakobsmuscheln, Garnelen, Krebse und Austern sollte man unbedingt mal probieren. Die Austern werden meistens roh gegessen oder besser geschlürft. Bis man eine Auster mit dem Austernmesser fachgerecht öffnen kann, braucht es schon ein wenig Übung. Auf jeden Fall sollte man die Hand, mit der man die Auster hält, mit einem Handtuch schützen. Man kann bei den Austern zwischen der gemeinen Auster, den huître plate, und den großen huître creuse unterscheiden.
Hummer wird gegrillt, in Sahnesoße oder in einer sämigen, scharf gewürzten Soße serviert (à l'armoricaine oder à l'américaine).Probieren sollte man auch die bretonische Fischsuppe Cotriade. Eine Spezialität aus Nantes sind die ||Glasaal||e. Mit viererlei Fisch wird das Meeressauerkraut, das man seit einiger Zeit auf bret. Speisekarten findet, gereicht.
Fleisch
Die Salzweiden an der Küste der Bretagne geben dem Fleisch der dort weidenden Tiere ein besonders würziges Fleisch. Eines der beliebtesten Gerichte ist Lammkeule mit weißen Bohnen. Die Enten aus Nantes und die Hühnchen aus der Gegend von Rennes sind ebenso bekannt. Geschätzt wird auch der Schinken aus Morlaix; Speck, Blutwurst und geräucherte ||Kaldaunenwurst|| aus Guéméné-sur-Scroff und die ||Kaldaunenwurst|| (andouillette) aus Quimperlé.
Gemüse wie Kartoffeln, Artischocken, Blumenkohl und Erbsen sind besonders delikat, wenn sie aus der Gegend des goldenen Gürtels kommen. Dieser erstreckt sich an der Küste von St.-Malo bis zur Loiremündung. Hier findet man Lößboden, auf denen Gemüse besonders gut gedeiht. Ein Teil der Produktion wird in Konservenfabriken verarbeitet und nach England und Deutschland exportiert und der Rest wird in die Märkte geschickt; besonders in den Großraum Paris.