Paimpol

Bekannt wurde Paimpol (bret. Pempoull = „Am äußersten Ende der Wasserfläche“) durch den Schriftsteller Julien Viaud alias Pierre Loti (1850 – 1923) der hier die Grundlagen für seinen Roman „Die Islandfischer“ sammelte. Von 1852 bis 1935 war der Kabeljaufang vor Island und Neufundland die Haupteinnahmequelle der Fischer von Paimpol. Die (Segel-) Schiffe liefen im Februar zur 6 Monate dauernden Kampagne aus, die nur im Mai für einige Tage unterbrochen wurde. Loti berichtet in seinem Roman über das harte Leben der Fischer aber auch über das Bangen der zurückgelassenen Familien. Auch das Musée de la Mer in Paimpol gibt einen kleinen Einblick in die Fischerei im Nordmeer.

Quai MorandHeute liegen die Schwerpunkte von Paimpol im Gemüseanbau, Austernzucht und Tourismus. Im Hafen dominieren Yachten aller Größen das Bild. Am Quai Morand sieht man noch alte Reederhäuser und findet auch Restaurants, Hotels, Crêperien und Bars. Am Place Martray stehen noch gut erhaltene Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert. An der Ecke zur Rue de l’Église steht ein Haus mit einem Ecktürmchen. Hier wohnte der oben erwähnte Schriftsteller Pierre Loti während er seinen Roman schrieb und hier wohnte dann auch die Hauptfigur „Gaud“ aus seinem Roman.

Kirchturm aus dem 18. JahrhundertAm Place de Verdun befindet sich noch ein alter Kirchturm aus dem 18. Jahrhundert. Sie gehörte einst zu einer hier im 13. Jahrhundert errichteten Kirche, die im 16. Jahrhundert sogar zur Pfarrkirche wurde. Letztendlich wurde sie aber abgerissen und nur der Turm blieb übrig.

Der alte Bahnhof von Paimpol ist Startpunkt für den „Vapeur de Trieux“ einer historischen Bahn, die im Sommer zweimal pro Tag nach Pontrieux und zurück fährt. Man hat während der Fahrt einen wunderbaren Blick auf die Ufer des Flüßchens Trieux. Der Vapeur wird auf einer eigenen Seite hier bei bretagne-infos.de beschrieben.

Im folgenden noch einige Ziele in der Umgebung von Paimpol die man sich anschauen sollte .

 

 

Ziele in der Umgebung von Paimpol

Moulin de Craca

Moulin de CracaDie von 1842-1844 gebaute Windmühle steht nur 80 m vom Meer entfernt auf einem 60 m hohen Felsen. Da sie weithin sichtbar ist, diente sie früher auch den in die Bucht von St. Brieuc einfahrenden Schiffe zur Navigation. In der damaligen Zeit standen in der Gegend ca. 12 Mühlen. Geschlossen wurde die Mühle als 1927 der letzte Müller seinen Dienst einstellte, sie verfiel danach. In der Zeit von 1994 bis 2001 wurde die Mühle von einem Verein wieder aufgebaut und restauriert. Ende Mai 2007 wurde Sie durch einen Sturm erneut stark beschädigt. Heute ist sie wieder in der Lage Mehl zu mahlen was bei passenden Wetter auch bei Besichtigungen gezeigt wird. Von der Mühle aus bietet sich ein toller Blick auf die vorgelagerte Bucht, in der viele Austernbänke zu sehen sind.

Château de La Roche Jagu

La Roche JaguDas mittelalterliche Schloß thront über den Ufern des Trieux. Es gehörte einst zu einer Reihe von Befestigungsanlagen die im 11. Jahrhundert am Flußufer errichtet wurden als der Handel auf dem Trieux aufblühte. Das im 15. Jahrhundert wieder aufgebaute Herrenhaus diente sowohl zu Wohn- als auch zu Verteidigungszwecken. Heute kann man das Innere besichtigen und es finden regelmäßig Ausstellungen statt. Die imposanten Garten und Parkanlagen können kostenlos besichtigt werden. Hier werden moderne Gartenbaukunst mit mittelalterlichen Elementen geschickt kombiniert.