bretonische Musik

Keltische und bretonische Musik

Schon früh verbanden die Melodien und Klagelieder aus alten Zeiten die Bretagne – besonders die Cornouaille –  mit Schottland, Wales und Irland. Aber erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde das alte keltische Liedgut wiederbelebt.  Erster Schritt war die Gründung von Musikensembles im Stile der schottischen Bagpipebands, auf bretonisch werden diese Bagad genannt. Alan Stivell , ein Saiteninstrumentalist, erweckte in den 70er Jahren die alte keltische Harfe zu neuem Leben.  Damit wurde er zur Leitfigur der zeitgenössischen bretonischen Musik. Dan Ar Braz nahm 1996 für Frankreich am Eurovisionswettbewerb teil und machte damit die bretonische Musik in ganz Europa bekannt. Heute geht die bretonische Musik, die sich auf sehr alte melodische Tradtionen gründet, Verbindungen  mit anderen — nicht unbedingt keltischen — Musikformen ein. Aktuell ist Nolwenn Leroy in aller Munde, die in Saint-Renan, Bretagne, geborene französische Sängerin gewann 2002 die zweite Staffel der Casting Show „Star Academie“ in Frankreich. Ihr aktuelles Album ist „Bretonne“ (Bretonin) auf welchem sie Lieder aus ihrer Heimat der Bretagne singt

Die zahlreichen bretonischen Musikgruppen und Musiker treten das ganze Jahr über in der Region auf. Events besonderer Art sind die großen bretonischen Musikfestivals wie z.b. das Festival de Cornouaille inQuimper und das Festival Interceltique in Lorient.

Einige Begriffe der  bretonischen Musik:

Bagad (pl. Bagadoù)Musikensemble mit Binious, Bombarden, kleinen und großen Trommeln
Biniou koskleiner, traditioneller bretonischer  Dudelsack, klingt eine Oktave über der Bombarde
Biniou brazgroßer Dudelsack nach schottischem Vorbild
Bombarde(Vorform der Klarinette) begleitet stets den Biniou
BouezeAkkordeon der Hochbretagne
BourdonKlarinettenpfeife des Dudelsacks
Fets-Noztraditionelle abendliche Festveranstaltung, Musiknacht
SonneurDudelsack bzw. Biniou-Spieler
TalabarderBombarde Spieler

Zwei Musiker in Traou-Nez:

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